Seit 1. September 2026 hat Markus Rosenberger, Geschäftsführer Sportzentrum Herisau, den Vorsitz des regionalen Hallenbadverbunds Appenzell Ausserrhoden – St.Gallen – Bodensee übernommen. Er folgt auf Bruno Bovelli, ehemaliger Präsident der Schwimmbadgenossenschaft Wittenbach, der den Verbund seit Sommer 2022 geleitet hat. In den ersten vier Jahren seines Bestehens hat sich der regionale Hallenbadverbund etabliert: Die Zahl der Verbundgemeinden ist von 14 auf 20 gewachsen.

Regionales Verbundmodell bewährt sich

Unter Federführung der REGIO Appenzell AR – St.Gallen – Bodensee haben 2022 sechs Hallenbäder aus den Kantonen Appenzell Ausserrhoden, St.Gallen und Thurgau den regionalen Hallenbadverbund gegründet, dem sich zu Beginn 14 Verbundgemeinden angeschlossen haben, die freiwillig einen Pro-Kopf-Beitrag an den Betrieb der sechs Bäder leisten. Im Gegenzug kann die Bevölkerung der Verbundgemeinden vom selben Eintrittspreis profitieren, wie die Bevölkerung der jeweiligen Hallenbadgemeinde. Auswärtige Nutzende zahlen seit September 2022 einen Zuschlag. Mit einem jährlichen Beitrag von CHF 4 pro Einwohnerin und Einwohner leisten die Verbundgemeinden einen solidarischen Beitrag und unterstützen die Standortgemeinden bei der Finanzierung ihrer Hallenbäder. Gemeinsam tragen sie so zur langfristigen Sicherung dieses wichtigen Sport-, Bildungs- und Freizeitangebots bei.

Der Hallenbadverbund hat sich in den vergangenen Jahren als erfolgreiches Modell der regionalen Zusammenarbeit etabliert. Die aktuell 20 Verbundgemeinden sowie vier Standortgemeinden mit insgesamt sechs Hallenbädern repräsentieren heute zusammen über 215’000 oder 70% der Einwohnerinnen und Einwohner der Region.

Wechsel im Führungsgremium

Der Hallenbadverbund wird operativ von einer Geschäftsstelle geleitet und strategisch von einer Steuerungsgruppe geführt, deren Vorsitz Markus Rosenberger übernommen hat. Markus Rosenberger blickt motiviert nach vorne: «Hallenbäder sind weit mehr als Freizeitanlagen. Sie sind wichtige Orte für den Schwimmunterricht, den Vereinssport, die Gesundheitsförderung und die Bewegung der gesamten Bevölkerung. Gleichzeitig machen ihre hohen Betriebs- und Investitionskosten eine regionale Zusammenarbeit immer wichtiger. Der Hallenbadverbund zeigt, dass Solidarität über Gemeindegrenzen hinweg funktioniert und einen konkreten Beitrag zur langfristigen Sicherung dieser wichtigen Infrastruktur leistet. Mein Ziel ist es, dieses erfolgreiche Modell gemeinsam mit den Standort- und Verbundgemeinden weiterzuentwickeln, den Verbund weiter zu stärken und möglichst weitere Gemeinden für diese partnerschaftliche Lösung zu gewinnen.»

Weitere Gemeinden können dem Hallenbadverbund jederzeit beitreten. Interessierte Gemeinden melden sich bei der Geschäftsstelle (info@hallenbadverbund.ch).

Bedeutung der Hallenbäder für die Bevölkerung, Schulen und Vereine ungebrochen

Die Hallenbäder erfüllen eine zentrale Funktion für die gesamte Region. Sie dienen als Trainings- und Wettkampfstätten für Vereine, ermöglichen den obligatorischen Schwimmunterricht der Schulen und bieten ein wichtiges Freizeit-, Gesundheits- und Bewegungsangebot für die Bevölkerung. Die Nutzung erfolgt dabei längst nicht nur durch Einwohnerinnen und Einwohner der jeweiligen Standortgemeinden.

Die Finanzierung dieser Infrastruktur wird jedoch nach wie vor grösstenteils von den Standortgemeinden getragen. Das durchschnittliche jährliche Betriebsdefizit der Hallenbäder innerhalb des Hallenbadverbundes beläuft sich auf rund CHF 2,2 Millionen. Im Jahr 2025 beteiligten sich die Verbundgemeinden mit knapp CHF 200’000 an diesen ungedeckten Kosten. Diese verhältnismässig geringe Beteiligung bewirkt dennoch eine spürbare Entlastung der Standortgemeinden. Abhängig von Grösse, Wasserfläche und Angebotsumfang des jeweiligen Hallenbades werden die Standortgemeinden dadurch um rund 7 bis 15 Prozent ihrer jährlichen Defizitkosten entlastet. Angesichts des wachsenden Bevölkerungspotenzials gewinnt diese Form der regionalen Zusammenarbeit zunehmend an Bedeutung.